Viel Wissen kurz erklärt:

Geschossen wird bei uns mit

Luftgewehr und Luftpistole (Bild)

Die günstige Munition, sowie die Tatsache, dass bereits mit 12 Jahren (in Bayern mit Ausnahmegenehmigung ab 10 Jahren) in Vereinen mit Luftdruckwaffen geschossen werden kann, macht das Luftgewehr und die Luftpistole zu einer weit verbreiteten Sportart.
Doch ist das Schießen eine anspruchsvolle Sportart. Disziplin und Konzentration sind unabdingbar und Fehler in der Schießtechnik wirken sich auf die Trefferquote aus.
Geschossen wird auf 10er Ringscheibe (Bild in der Galerie) in einer Entfernung von 10 Meter.
Je nach Disziplin wird hier in 10er, 20er, 30er oder 40er Serien geschossen.
 
Waffe:
Luftdruckgewehre und -pistolen im Kaliber 4,5 mm (Bild)
Bei diesen Waffen wird der Druck durch einen an der Waffe befestigten Druckgasbehälter bereitgestellt.
Wettkampfwaffen im Schießport besitzen genaue Zieleinrichtungen. Hinten sitzt auf dem Gewehr ein Diopter und vorne am Lauf sitzt in einem Korntunnel ein so genanntes Ringkorn. Ringkörner gibt es in unterschiedlichen Größen, je nachdem wieviel vom Ringspiegel auf der Schießscheibe abgedeckt werden soll. Sie können in der Mitte zur Lichtfilterung eine farbige Einlage besitzen. Der Schütze sieht durch einen Diopter, der im wesentlichen aus einem Gehäuse mit einer runden Durchblicköffnung (Iris, auch mit Farbfiltern) besteht. Oben auf dem Diopter und an der Seite sind Drehknöpfe, mit deren Hilfe sich das Diopter in Höhen- und Seitenlage sehr fein verstellen lässt. Der Schütze muss nun den Ringspiegel der Schießscheibe im Mittelkreis des Ringkornes zentrieren und anschließend beide Kreise in der Durchblicköffnung des Diopters zentrieren. Bei Auslösen des Schusses landet das Geschoss dann in der Zehn auf der Schießscheibe (soweit die Theorie).
Der Zielvorgang ist das Maß aller Dinge und wird von vielen Einflussfaktoren beeinträchtigt. Mit eins der größten Probleme, mit denen Sportschützen während des Wettkampfes zu kämpfen haben ist der Puls, der sich beispielsweise durch Aufregung enorm auf den Zielvorgang auswirkt. Hier zeichnen sich wahre Meisterschützen ab, die diesen Einflussfaktor unter Kontrolle haben.

Munition:
Handelsübliche Geschosse „Diabolo“, (Bild).
Das Standardkaliber eines Luftgewehrs ist 4,5mm (.177). Das Diabolo wird aus Blei hergestellt. Der Antrieb erfolgt über den Luftdruck und nicht über die Zündung einer Pulverladung.

Entfernung: 10 m

Anschlag:
abhängig von der Alterseinteilung, Stehend freihändig oder aufgelegt

Kleidung
Fußballschuhe beim Fußball, Schwimmbrille beim Schwimmen ... und was beim Schießen?
Sinn und Zweck der Schießkleidung ist es, die Stabilität während des Schießens zu fördern und den Rücken zu entlasten. Dabei besteht die Kleidung aus versteiften Materialien. Die Steifigkeit ist reglementiert und oftmals Anhaltspunkt für nachträgliche Disqualifikationen bei Meisterschaften oder Weltcups. Steckt man in einer Schießkleidung, fühlt man sich wie in einer Art Ritterrüstung, das Laufen fällt definitiv schwer, aber der Anschlag erhält eine enorme Stabilitätssteigerung. Der Schießsport ist gerade auch wegen seiner Ausrüstung relativ teuer, so kann eine komplette Schießausrüstung inklusive Gewehr im gehobenen Preissegment leicht 5.000 Euro kosten, das macht aber erst Sinn wenn man auf Leistung schießt. Für den ambitionierten Vereinsschützen ist der Einstieg nicht so teuer. Für den Anfang stehen vereinseigene Waffen zur Verfügung. Sollte die Anschaffung einer eigenen Ausrüstung anstehen, wird der Schütze von der Gesellschaft beraten, was man wo günstig kaufen kann, vor allem was Sinn macht.  

Schießhose, Schießjacke, Schießhandschuh, Schießschuhe (Bild)

Auf was schießen wir
Feste Papierscheiben mit der klassischen Scheibe bedruckt (Bild)
Eine Schießscheibe ist rund. Ein bisschen verwirrend ist die Tatsache, dass heutzutage nicht mehr ausschließlich auf Pappe- oder Papierscheiben geschossen wird.
Im Zeitalter des Computers wird auf eine elektronische Schießscheibe geschossen.  Aber egal - auch die zeigt ( wenn auch digital ) beim Durchsausen der Kugel eine Art Loch in der Scheibe.
Alle Schießscheiben bestehen ( egal ob digital oder aus Pappe ) aus zentrierten Ringen, ähnlich den Jahresringen am Baum. Diese sind mit Zahlen gekennzeichnet – von aussen 0 bis nach innen in die Mitte mit einer 10. Wobei das Zentrum (die 10 also) nur noch ein Punkt mit 0,5 mm Durchmesser ist. 

Das Ergebnis
Wenn alles richtig gemacht wurde und der Schuss auf der Scheibe ist, wird ausgewertet.
Hier gibt es zwei Begriffe, die immer wieder genannt werden
Teiler
Dies bedeutet :
Man geht davon aus, dass die Schützen ins Schwarze treffen - und misst lediglich den Abstand von der absoluten Mitte zum Mittelpunkt des Schusslochs. Dies geschieht mittels einer optisch-mechanischen Messung und zwar in hundertstel Millimeter
Dabei wird der Abstand des Schusslochs zum Mittelpunkt der Scheibe in 1/100 mm gemessen. D.h., ein 0,0-Teiler befindet sich exakt in der Mitte, bei einem 100,0-Teiler ist der Mittelpunkt des Einschusses 1 mm vom absoluten Mittelpunkt entfernt.
Ringe
Hierbei werden ausschließlich die getroffenen Ringe gewertet. Dabei gilt, dass ein angeschossener Ring bereits zählt.